Γραικύλος schrieb am 27.12.2024 um 00:04 Uhr (Zitieren)
[i](Harald Meller / Kai Michel / Carel van Schaik: Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen. Eine Menschheitsgeschichte. München 2024, S. 20 f.]
Re: Haschisch beim Jahwe-Kult
Γραικύλος schrieb am 27.12.2024 um 00:09 Uhr (Zitieren)
in allerheiligsten --> in allerheiligste
Re: Haschisch beim Jahwe-Kult
filix schrieb am 27.12.2024 um 01:14 Uhr (Zitieren)
Nichts grundsätzlich gegen die These von berauschten Priestern, aber die noch dazu 2800 Jahre überspannende hochgradig subjektive Bewertung des Geruchs als Argument dafür heranzuziehen, dass es nur um die psychoaktive Wirkung gegangen sein kann, für die man quasi den Gestank billigend in Kauf genommen habe, ist dürftig.
Re: Haschisch beim Jahwe-Kult
Γραικύλος schrieb am 27.12.2024 um 02:39 Uhr (Zitieren)
Ich habe das weniger als moderne Bewertung denn als archäologisches Wissen verstanden, daß Haschisch nicht als kultischer Duftstoff verwendet wurde - mit dem Geruch als Erklärung.
Oder gibt es irgendwoanders einen Beleg dafür, daß Haschisch wie Weihrauch ad maiorem Dei gloriam eingesetzt wurde?
Re: Haschisch beim Jahwe-Kult
Γραικύλος schrieb am 27.12.2024 um 02:50 Uhr (Zitieren)
Ein Archäologe, der von einem solchen Brauch Kenntnis hätte, würde ja diese Behauptung nicht aufstellen, ganz unabhängig von seinem persönlichen Geruchsempfinden.
Re: Haschisch beim Jahwe-Kult
Aurora schrieb am 27.12.2024 um 07:38 Uhr (Zitieren)
Dazu fand ich (KI):
Im alten Indien wurde Cannabis (als "Bhang") in hinduistischen Ritualen verwendet.
Die Scythen nutzten Cannabis in rituellen Räucherzeremonien, wie von Herodot beschrieben.
Einige Interpretationen vermuten, dass "kaneh bosm", ein Bestandteil des heiligen Salböls im alten Israel,
möglicherweise Cannabis war - dies ist aber wissenschaftlich umstritten.
Herodot "Historien" 4. Buch (Buch IV, Kapitel 73-75):
βροχή schrieb am 27.12.2024 um 07:41 Uhr (Zitieren)
So unnangennehm ist der Geruch nicht. Das Argument könnte in die Richtung gehen, dass sich die gleichzeitig mit dem Geruch sich entfaltende psychoaktive Wirkung damals nicht vermeiden ließ. Wäre sie unerwünscht, hätten sie nich so viel davon geräuchert. Auch dass es ein extra Räucherfeld dafür gab deutet darauf hin. Es wurde nicht gleichzeitig mit dem Weihrauch verbrannt.
Re: Haschisch beim Jahwe-Kult
filix schrieb am 27.12.2024 um 11:41 Uhr (Zitieren)
Dass also Tierkot beigemengt war (möglicherweise als Streckmittel der „Dealer“, wie man das aus der Gegenwart kennt, denn für Eigenanbau gibt es keine Indizien), könnte für die missverständliche Formulierung verantwortlich sein. Zur Verwendung im Altertum bei der die psychoaktive Wirkung vermutlich nicht im Vordergrund stand, findet man u.a.