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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Ein Fall von Menschenopfern bei den Römern (243 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 23.11.2024 um 00:06 Uhr (Zitieren)
Plutarch, Marcellus 3:

Im Jahre 228 v.u.Z. drohte den Römern ein Einfall der Gallier bzw. Kelten. Plutarch berichtet davon in seiner Biographie des M. Claudius Marcellus.
Die Größe ihrer Furcht bewies auch das Maß ihrer Rüstungen – so viele Zehntausende von Römern sollen weder früher noch später unter Waffen gestanden haben – und die neuartigen Opfer, die man brachte. Denn während man sonst beim Gottesdienst keine wilden, barbarischen Sitten kannte, sondern im ganzen den milden griechischen Anschauungen huldigte, so fühlten sie sich damals beim Ausbruch des Krieges gedrungen, gewissen Sprüchen aus den sibyllinischen Büchern sich beugend, zwei Griechen, Mann und Frau, und ebenso zwei Gallier auf dem sogenannten Rindermarkt lebendig zu begraben [τότε τοῦ πολέμου συμπεσόντος ἠναγκάσθησαν εἶξαι λογίοις τισὶν ἐκ τῶν Σιβυλλείων, καὶ δύο μὲν Ἕλληνας, ἄνδρα καὶ γυναῖκα, δύο δὲ Γαλάτας ὁμοίως ἐν τῇ καλουμένῃ βοῶν ἀγορᾷ κατορύξαι ζῶντας]; darum finden noch jetzt im Monat November gewisse geheime Begehungen statt, die niemand sehen darf.

(Plutarch: Große Griechen und Römer. Herausgegeben von Konrat Ziegler. 6 Bde. München 1979; Band 3, S. 304)

Vgl. Orosius, Weltgeschichte:

Im dritten Jahr darauf besudelten mächtige Priester die arme Stadt durch gottlose Opfer in übler Weise. Die Dezemvirn nämlich, die über die Gewohnheit althergebrachten Aberglaubens hinausgingen, gruben einen Gallier und eine Gallierin, zugleich mit einer Griechin, lebend auf dem Forum Boarium ein.

(IV 13, 3)
 
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