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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen! (428 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 07.11.2024 um 23:25 Uhr (Zitieren)
Ptolemaios, Sohn des Lagos (gem. Strabon VII 3, 8):

Ptolemaios war einer der Generäle Alexanders des Großen und hat als Diadoche die Dynastie der Ptolemaier begründet. Sein Bericht über Alexander ist nur in Fragmenten erhalten.
Er bzw. Strabon schildert einen der Feldzüge Alexanders des Großen: gegen die Thraker und Geten.
Ptolemaios, der Sohn des Lagos, berichtet, die Kelten rings um die Adria hätten sich wegen dieses Feldzugs bei Alexander eingefunden, um freundliche Beziehungen und Gastfreundschaft herzustellen. Und der König habe sie zuvorkommend aufgenommen und beim Umtrunk gefragt, was sie denn am meisten fürch-teten, wobei er erwartete, dass sie ihn nennen würden. Die Kelten aber hätten geantwortet, sie würden niemanden fürchten, außer dass ihnen der Himmel auf den Kopf stürze [αὐτοὺς δ‘ ἀποκρίνασθαι, ὅτι οὐδένα πλὴν εἰ ἄρα μὴ ὁ οὐρανὸς αὐτοῖς ἐπιπέσοι]. Sie würden aber nichtsdestoweniger die Freundschaft eines so bedeutenden Mannes über alles schätzen.

(Fragmente der Historiker – Die Alexanderhistoriker. Hrsg. v. Lennart Gilhaus. Stuttgart 2017, S. 237 f.)
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 08.11.2024 um 00:54 Uhr (Zitieren)
Gelangte das über Boris Vian/Henri Salvador von der Adria nach Aremorica?

Faut rigoler
Faut rigoler
Avant qu'le ciel nous tomb' sur la tête
Faut rigoler
Faut rigoler
Pour empêcher le ciel de tomber
Nos ancêtres les Gaulois
Cheveux blonds et têtes de bois
Longues moustaches et gros dadas
Ne connaissaient que ce refrain-là …


(Faut rigoler, geschrieben 1958, als Single 1960 veröffentlicht, Asterix betritt 1959 die Bühne)
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 08.11.2024 um 11:22 Uhr (Zitieren)
Die es natürlich nicht erfunden haben, denn die Geschichte von Strabon leitet schon Chateaubriand beispielsweise mit der im 19. Jahrhundert geflügelten, hier parodierten Formel Nos ancêtres les Gaulois … ein, mit der die französische Nation sich stolz einer Abstammung von den Galliern versichern will.
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Γραικύλος schrieb am 11.11.2024 um 22:52 Uhr (Zitieren)
Nicht sehr bekannt ist, daß die deutschen Rechte an Asterix und Obelix zunächst ein gewisser Rolf Kauka hatte, bekannt durch "Fix und Foxi", der auf dieser Grundlage eine eigenwillige germanische Version herausgegeben hat:
Im Frühjahr 1965 startete dann eine sehr spezielle und schon bald hoch umstrittene erste deutsche Bearbeitung von Asterix und Obelix. Die beiden Gallier wurden bei Kauka zu Siggi und Babarras, zwei Germanen, und die Geschichte selbst (hier: „Siggi und die goldene Sichel“) bot ein satirisch gemeintes Zerrbild der politischen Situation Deutschlands in den 1960er Jahren, in dem die Römer zu US-amerikanischen Besatzern umgedeutet wurden. Die geringe Werktreue und die Häufung revisionistischer politischer Anspielungen stieß jedoch auf erheblichen Widerspruch der französischen Urheber René Goscinny und Albert Uderzo, die Kauka daraufhin im Streit die Rechte entzogen. Die kritisierte nationalkonservative Tonlage wurde anschließend auch in den Eigenproduktionen, die ausdrücklich als Nachfolgeserien zu Siggi und Babarras angekündigt wurden (namentlich Fritze Blitz und Dunnerkiel sowie die frühen Pichelsteiner), noch eine Weile beibehalten. Kauka publizierte unverhohlene antisemitische Klischees, die auch in den Folgejahren immer wieder auftauchten.

(Wikipedia s.v. Rolf Kauka)
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Bukolos schrieb am 12.11.2024 um 11:25 Uhr (Zitieren)
Merkwürdig übrigens, dass man bei der Interpretation der Antwort der Kelten dieser Episode so einhellig der Meinung ist, sie äußerten sich hier über ihre kosmologisch-eschatologische Grundangst, was ja bei der Frage nach einem personalen Angstgegner eine gewisse Inkonsistenz der Darstellung ergibt. Dabei ließe sich doch unter ὁ οὐρανός auch ein Himmelsgott verstehen, zumal ἐπιπίπτειν ja durchaus in der Bedeutung "attackieren" verwendet wurde.
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Patroklos schrieb am 12.11.2024 um 11:53 Uhr (Zitieren)
Heute erneut: asterisk.
Asterix mag bedeuten „aster-rix(rex)“, also Herr/König der Sterne.
Wer möchte dies weiterspinnen?
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 12:12 Uhr (Zitieren)
Hat jemals jemand erwogen, dass auch bei Annahme, die Antwort beziehe sich auf die Statik des Himmelsgewölbes, es sich nicht um Ausdruck einer kosmologisch-eschatologischen Grundangst handle, sondern schlichtweg um eine freche Replik, die etwas völlig Abwegiges, das nie eintreten wird, nennt, um die eigene Furchtlosigkeit zu demonstrieren und Alexander weiter herabzusetzen?
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 12:27 Uhr (Zitieren)
Wie kommen im Übrigen Völker, die nun nicht gerade als große Erbauer von Gewölben und Bogen, die man am ehesten mit dem Himmel über den Köpfen in Verbindung bringen könnte, bekannt sind, auf diese Vorstellung? Geht es um einen axis mundi gedacht als tragender Pfeiler?
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 12:30 Uhr (Zitieren)
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Bukolos schrieb am 12.11.2024 um 12:33 Uhr (Zitieren)
Zitat von filix am 12.11.24, 12:12Hat jemals jemand erwogen, dass auch bei Annahme, die Antwort beziehe sich auf die Statik des Himmelsgewölbes, es sich nicht um Ausdruck einer kosmologisch-eschatologischen Grundangst handle, sondern schlichtweg um eine freche Replik, die etwas völlig Abwegiges, das nie eintreten wird, nennt, um die eigene Furchtlosigkeit zu demonstrieren und Alexander weiter herabzusetzen?

Ja, Alexander selbst in der Darstellung Arrians. (Habe die Stelle gerade nicht zur Hand, da unterwegs.)
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Bukolos schrieb am 12.11.2024 um 12:37 Uhr (Zitieren)
Dass Asterix und Obelix auf die alexandrinischen Grammatikerzeichen Bezug nehmen, ist ja bekannt, oder?
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 13:12 Uhr (Zitieren)
Das schon, aber erhellt noch nicht das -x am Ende, wobei neben der Erklärung als latinisme à rebours natürlich auch der Bezug zu Vercingetorix, dem historischen Kopf des gallischen Widerstandes gegen die Römer, in dem rix als Pendant zu rex steckt, das als Endglied gallischer Personennamen verbreitet war, hineinspielen dürfte.
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 13:26 Uhr (Zitieren)
Also vielleicht Aste-rix wie Vercingetor-rix, aber Obel-ix, Panoram-ix als celtisisme à rebours mit Konsonantenschwund?
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 13:27 Uhr (Zitieren)
celticisme à rebours
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Γραικύλος schrieb am 12.11.2024 um 13:35 Uhr (Zitieren)
Ja, Alexander selbst in der Darstellung Arrians. (Habe die Stelle gerade nicht zur Hand, da unterwegs.)

Arrian I 4, 6-8
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Bukolos schrieb am 12.11.2024 um 16:59 Uhr (Zitieren)
Ja, genau, An. 1, 4, 8 ist die Stelle, wo Alexander die Kelten als ἀλαζόνες bezeichnet:
τῷ δὲ παρ᾿ ἐλπίδα ξυνέβη τῶν Κελτῶν ἡ ἀπόκρισις· οἷα γὰρ πόρρω τε ᾠκισμένοι Ἀλεξάνδρου καὶ χωρία δύσπορα οἰκοῦντες καὶ Ἀλεξάνδρου ἐς ἄλλα τὴν ὁρμὴν ὁρῶντες ἔφασαν δεδιέναι μήποτε ὁ οὐρανὸς αὐτοῖς ἐμπέσοι, Ἀλέξανδρόν τε ἀγασθέντες οὔτε δέει οὔτε κατ᾿ ὠφέλειαν πρεσβεῦσαι παρ᾿ αὐτόν. καὶ τούτους φίλους τε ὀνομάσας καὶ ξυμμάχους ποιησάμενος ὀπίσω ἀπέπεμψε, τοσοῦτον ὑπειπὼν ὅτι ἀλαζόνες Κελτοί εἰσιν.

Wider Erwarten aber lautete die Antwort der Kelten folgendermaßen: Da sie weit entfernt und in schwer zugänglichem Gebiete wohnten, obendrein auch, weil sie erkannten, daß Alexanders Absichten in andere Richtung gingen, sagten sie, sie fürchteten sich lediglich davor, daß der Himmel über sie hereinbreche. Sie seien zwar voller Bewunderung für Alexander, doch wenn sie Gesandte zu ihm schickten, so geschehe dies weder aus Furcht noch weil sie sich Nutzen davon versprächen. Diese Leute nun nannte er Freunde und machte sie zu Bundesgenossen. Dann schickte er sie heim und bemerkte zur ganzen Sache nur, die Kelten seien Prahler.

Zugunsten der Deutung von ὁ οὐρανὸς als Himmelsgott (Taranis?) ließen sich Schilderungen keltischer Empfindlichkeit gegen widriges Wetter hinzuziehen, die zum Abbruch von Kelteneinfällen geführt haben soll.* Aber, wie gesagt, diese Deutung scheint in der Forschung keine Rolle zu spielen.**

*
ληϊσαμένων δὲ τῶν βαρβάρων τινά, τελευταῖον χειμῶνος μεγάλου νυκτὸς συμβάντος ὑπετόπησαν τὸ θεῖον ἐναντιοῦσθαι αὐτοῖς καὶ ἠθύμησαν, ...

Nachdem die Barbaren einige Orte ausgeplündert hatten, erhob sich zuletzt in der Nacht ein gewaltiger Sturm, und sie argwöhnten, die Gottheit stünde ihnen entgegen und sie verloren den Mut, ...

Cass. Dio/Zonaras, epit. hist. 8, 20 C

Βρέννῳ δὲ καὶ τῇ στρατιᾷ τῶν τε Ἑλλήνων οἱ ἐς Δελφοὺς ἀθροισθέντες ἀντετάξαντο καὶ τοῖς βαρβάροις ἀντεσήμεινε τὰ ἐκ τοῦ θεοῦ ταχύ τε καὶ ὧν ἴσμεν φανερώτατα. ἥ τε γὰρ γῆ πᾶσα, ὅσην ἐπεῖχεν ἡ τῶν Γαλατῶν στρατιά, βιαίως καὶ ἐπὶ πλεῖστον ἐσείετο τῆς ἡμέρας, βρονταί τε καὶ κεραυνοὶ συνεχεῖς ἐγίνοντο. (2) καὶ αἱ μὲν ἐξέπληττόν τε τοὺς Κελτοὺς καὶ δέχεσθαι τοῖς ὠσὶ τὰ παραγγελλόμενα ἐκώλυον, τὰ δὲ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ οὐκ ἐς ὅντινα κατασκήψαι μόνον, ἀλλὰ καὶ τοὺς πλησίον καὶ αὐτοὺς ὁμοίως καὶ τὰ ὅπλα ἐξῆπτε. τά τε τῶν ἡρώων τανικαῦτά σφισιν ἐφάνη φάσματα, ὁ Ὑπέροχος καὶ ὁ Λαόδοκός τε καὶ Πύρρος. οἱ δὲ καὶ τέταρτον τὸν Φύλακον ἐπιχώριον Δελφοῖς ἀπαριθμοῦσιν ἥρωα.

Brennus und seinem Heer stellten sich die in Delphi versammelten Griechen entgegen, und den Barbaren wurden vom Gott umgehend schlechte Vorzeichen gesandt, die deutlichsten, von denen wir wissen. Denn die ganze Erde, soweit sie vom Heer der Galater besetzt war, bebte heftig und für den Großteil des Tages, es gab ununterbrochen Donner und Blitze. (2) Und jenes Donnerkrachen versetzte die Kelten in Schrecken und hinderte sie daran, die Befehle zu verstehen, und die Blitze aus dem Himmel entflammten nicht nur denjenigen, den sie trafen, sondern auch die in der Nähe Stehenden, und zwar diese selbst sowie deren Waffen. Dann erschienen ihnen die Gestalten der Heroen Hyperochos, Laodokos und Pyrrhos. Einige zählen noch als Vierten den Phylakos, einen lokalen Heros von Delphi, hinzu.

Paus. 10, 23, 1 f.

(Texte und Übersetzungen aus: Andreas Hofeneder, Die Religion der Kelten in den antiken literarischen Zeugnissen 3, Wien 2011)

** Soweit sich das nach dem u. a. aus Hofeneder und Maier (Geschichte und Kultur der Kelten, München 2012) gewonnenen Eindruck sagen lässt.
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 18:54 Uhr (Zitieren)
Danke, die Übersetzung daß der Himmel über sie hereinbreche hält die Frage elegant offen. Für ein metonymisches Verständnis könnte man noch ins Treffen führen, dass der ins Spiel gebrachte keltische Donnergott mit einem Symbol seiner Domäne dargestellt wurde: Taranus is represented with a wheel, a symbol of the sun and hence of the sky which is his element (Martin Henig)
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 12.11.2024 um 22:40 Uhr (Zitieren)
Bei Obelix assoziiert man unwillkürlich auch den monolithischen Steinpfeiler, insbesondere den großen Obelisken von Luxor (abgebildet in der frz. Wikipedia im Abschnitt Origine du nom (sc. d'Obélix ) der seit 1836 in Paris steht und über den anlässlich seiner Aufstellung die Wochenschrift Das Ausland im selben Jahr berichtete:

Dießmal ist es weder ein König, noch eine Guillotine, kein Feuerwerk und keine Industrieausstellung: es ist der Obelisk, oder der Obelit, oder der Obelix oder der Obeliß, ich lasse Ihnen die Wahl zwischen diesen verschiedenen Lesearten, die alle in der Pariser Bevölkerung ihre Anhänger und Vertheidiger gefunden haben.


Die frz. Belege vor Goscinny/Uderzo für diesen obélix sind allerdings spärlich und führen ihn gerne als fehlerhafte Artikulation ein (der sich die oben genannten Lesarten im Volksmund durchaus verdanken könnten) - e.g.

— Est-ce qu'il va bientôt arriver? — Qui ça, ma chérie? — Mais, I'ibélo, l'obéli, l'obélix... — Obélisque, Thilda, on dit un obélisque. Il est là, couché au milieu de la place.


Mit der fehlerhaften Aussprache spielen dann auch die Schöpfer selbst:

Dans une histoire courte parue en 1963 dans Pilote, Goscinny et Uderzo mettent en scène un descendant d'Obélix qui leur explique : « Je m'appelle Obélisc'h... Prononcez obélisque, c'est plus simple.


Es mehren sich also die Deutungen des -x am Ende dieser Figurennamen - Idéfix verkompliziert die Sache natürlich weiter.
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
Γραικύλος schrieb am 12.11.2024 um 22:42 Uhr (Zitieren)
Dieses Gespräch gibt ein gutes Beispiel dafür, was herauskommen kann, wenn man einer scheinbar einfachen Textstelle auf den Grund geht.
Re: Möge uns nicht der Himmel auf den Kopf stürzen!
filix schrieb am 13.11.2024 um 12:11 Uhr (Zitieren)
Die Anglistin Catherine Delesse hat sich 2006 in Les noms propres dans la série Astérix
et leur traduction anglaise
der Sache ausführlich gewidmet: https://journals.openedition.org/palimpsestes/1067

Was nur die Endung angeht, vertritt sie m.E. letztlich eine Auffassung, die sich mit der eines von Namen wie Ver-cingeto-rix beeinflussten, durch die Instabilität des r letztlich sich von der ursprünglichen Wortbildung lösenden Suffixes -ix, das die Namen "gallisiert" deckt, oben unscharf im Ergebnis als celticisme à rebours genannt, da das Verfahren mit entsprechenden Pendants auf andere in den Bänden auftauchende Völker angewendet wird:

On sait que Goscinny et Uderzo ont utilisé des suffixes différents selon la nationalité des personnages. Les Gaulois, ainsi que les Belges et les Helvètes, ont des noms qui se terminent systématiquement en -ix, comme Vercingétorix. Les Romains ont le suffixe -us caractéristique du nom dominus et des prénoms latins Julius, Paulus, Marcus et du fils adoptif de César, le célèbre Brutus. Le suffixe -is caractérise les Égyptiens, ce suffixe étant familier au lecteur qui connaît les noms des dieux Isis, Osiris, Anubis etc. -ax caractérise les Bretons – on peut reconnaître le mot anglais axe (la hache). Les Normands ont des noms en -af, comme Olaf. -ic fait référence aux Goths sur le modèle d’Alaric, ce roi Wisigoth qui pilla Rome. Quant aux Grecs, leur patronyme se termine par -os ou -as (désinences de nominatifs masculins en grec moderne). Le patronyme des Ibères est composé de deux noms reliés par y et se terminant par -on (ex : Soupalognon y Crouton). Nous avons déjà parlé des Danois dont les noms se terminent en -en dans un précédent article (Delesse, 1998 : 176-177). Michel Ballard indique que ce type de suffixe est « un invariant en traduction » (Ballard, 2001 : 182). L’invariant de nationalité a été, dans l’ensemble, repris par les traducteurs, mais ce n’est pas systématique en ce qui concerne les Égyptiens, les Ibères et les Grecs, les traducteurs ayant utilisé d’autres terminaisons tout aussi authentiques. Les changements par rapport à l’original s’expliquent aisément lorsque le nom français se fonde sur un jeu de mots non perceptible par un anglophone ou bien parce que les traducteurs ont fait un choix plus motivé par rapport à la fonction ou au caractère du personnage en question. Nous verrons en effet que dans certains cas la traduction améliore l’original, notamment en permettant des jeux de mots supplémentaires.
 
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