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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Diodor über Asklepios (242 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 06.11.2024 um 23:24 Uhr (Zitieren)
Diodorus Siculus, Bibliotheké IV 71:
Nachdem wir diese Geschichte genau erörtert haben, wollen wir versuchen, über Asklepios und seine Nachkommen zu berichten. Die Mythographen jedenfalls erzählen, daß Asklepios der Sohn des Apollon und der Koronis war und, da ihn angeborene Fähigkeiten und Scharfsinn auszeichneten, sich eifrig um die Heilkunst bemühte und viele Mittel entdeckte, die der Gesundheit der Menschheit zugute kamen. Sein Ruhm erreichte eine solche Größe, daß er eine Menge hoffnungslos Erkrankter zum Staunen aller gesund machte und man sogar glaubte, er habe viele Tote ins Leben zurückgerufen.

Aus diesem Grunde soll, wie uns die Mythen berichten, sogar der Hades gegen Asklepios Anklage erhoben und sie vor Zeus gebracht haben, als beeinträchtige er seinen Herrschaftsbereich; denn durch Asklepios‘ Heilkunst nehme die Zahl der Toten ständig ab.

Und Zeus, in zorniger Erregung, erschlug Asklepios mit einem Donnerkeil, worauf Apollon seinerseits erzürnt die Kyklopen ermordete, die für Zeus den Donnerkeil verfertigt hatten. Wegen deren Tod war nun Zeus wieder erzürnt und befahl Apollon, bei einem Menschen zu dienen und diese Strafe für seine Vergehen auf sich zu nehmen.

Wie man sagt, zeugte Asklepios den Machaon und Podaleirios, welche die Heilkunst weiterentwickelten und dann mit Agamemnon und den Seinen gegen Troia in den Krieg zogen. Im Laufe der Kämpfe aber leisteten sie den Griechen große Dienste, indem sie die Verwundeten mit aller Geschicklichkeit versorgten, und erwarben sich ob dieser Wohltaten bei den Griechen großen Ruhm. Sie befreiten diese weiterhin von den Gefahren, die in den Schlachten drohten, sowie von den übrigen Pflichtleistungen (an die Gemeinde) und all dies wegen des ganz gewaltigen Nutzens, der in ihrer Heilkunst lag.

Nun aber wollen wir es mit dem, was wir über Asklepios und seine Söhne sagten, genug sein lassen.

(Diodoros: Griechische Weltgeschichte. Buch IV. Hrsg. v. Otto Veh. Stuttgart 1993, S. 414 f.)

 
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