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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Cato d. Ä. über Kinder und Sklaven (289 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 03.11.2024 um 00:04 Uhr (Zitieren)
Plutarch, Marcus Cato 20 f.:
20. [...] Als ihm der Sohn geboren war, gab es kein so dringendes Geschäft – es sei denn ein öffentliches -, das ihn hindern konnte, dabei zu sein, wenn die Frau den Säugling badete und windelte. Denn sie nährte ihn mit der eigenen Milch und nahm oft auch die Kinder der Sklaven an die Brust, um ihnen durch die Milchbruderschaft Liebe zu ihrem Sohn einzuflößen.

Sobald dieser zu begreifen begann, nahm er ihn selbst in die Lehre und brachte ihm Lesen und Schreiben bei, obwohl er einen tüchtigen Elementarlehrer an seinem Sklaven Chilon hatte, der viele Knaben unterrichtete. Aber er hielt es nicht für recht, wie er selbst sagt, daß sein Sohn von einem Sklaven gescholten oder am Ohr gezogen würde, wenn er nicht fleißig lernte, noch auch, daß er einem Sklaven für einen so wichtigen Unterricht Dank schuldete, sondern er war selbst der Lehrer im Lesen und Schreiben, in der Gesetzeskunde und in den Leibesübungen, indem er seinen Sohn nicht nur im Speerwerfen, im Gebrauch der Nahkampfwaffen und im Reiten unterwies, sondern auch im Boxen, im Ertragen von Hitze und Kälte und im kräftigen Durchschwimmen der Wirbel und der reißendsten Stellen des Flusses.
[...]

21. Er erwarb viele Sklaven, und zwar kaufte er vor allem Kriegsgefangene, die noch sehr jung und wie junge Hunde oder Füllen noch für Zucht und Erziehung empfänglich waren. Keiner von ihnen durfte ein anderes Haus betreten, außer wenn Cato selbst oder seine Frau ihn schickte. Wurde er gefragt, was Cato mache, so durfte er nichts antworten als, er wisse es nicht. Der Sklave hatte entweder eine der notwendigen Arbeiten im Hause zu verrichten oder zu schlafen, und er war sehr zufrieden, wenn sie schliefen, weil er glaubte, daß sie gutmütiger wären als diejenigen, die wach blieben, und daß die Ausgeschlafenen besser zu allerlei Arbeit zu brauchen seien als die der Ruhe Bedürftigen. Da er ferner glaubte, daß die Sklaven um des Liebesgenusses willen zu den größten Dummheiten fähig wären [οἰόμενος δὲ τὰ μέγιστα ῥᾳδιουργεῖν ἀφροδισίων ἕνεκα τοὺς δούλους], verordnete er, daß sie für ein bestimmtes Geld mit den Mägden Umgang haben dürften, aber mit keiner andern Frau.

(Plutarch: Große Griechen und Römer. Herausgegeben von Konrat Ziegler. 6 Bde. München 1979; Band 1, S. 345-347)
 
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