Γραικύλος schrieb am 17.10.2024 um 22:46 Uhr (Zitieren)
Meleagros von Gadara (Syrien) (2./1. Jhdt. v.u.Z.):
(Anthologia Graeca XII 82)
Re: Auf der Flucht vor Eros
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 18.10.2024 um 01:22 Uhr (Zitieren)
Eine treffliche Übersetzung, meine ich. Das Wortspiel mit dem Namen der Angeschmachteten ist ja kaum nachzumachen, aber so bekommt man wenigstens eine Ahnung davon.
Re: Auf der Flucht vor Eros
filix schrieb am 18.10.2024 um 11:50 Uhr (Zitieren)
Etwas gar didaktisch die Apposition, die aber vor allem daran krankt, dass Fackelchen im Deutschen schwer als Hypokoristikum (bzw. möglicher Hetärenname) durchgeht. Die Zusammenstellung des Diminutivs mit dem Adjektiv klein dabei macht es nicht besser.
Re: Auf der Flucht vor Eros
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 18.10.2024 um 14:20 Uhr (Zitieren)
Vielen Dank für den gelahrten Kommentar.
Re: Auf der Flucht vor Eros
Patroklos schrieb am 18.10.2024 um 15:09 Uhr (Zitieren)
Wer Zeit hat und nach „Fackelchen“ sucht, wird über DWDS auf das erste deutsche Wörterbuch verwiesen. Georg Heinisch, Teütsche Sprach und Weißheit: Thesaurus linguae et sapientiae Germanicae, A-G [mehr sind nicht erschienen.] Augsburg 1616. S.V. „Fackel“ wird auch „Fackelchen“ aufgeführt. Der gesamte Eintrag ist grundanständig und frei von.. na, das sei hier ungesagt.
Re: Auf der Flucht vor Eros
Patroklos schrieb am 18.10.2024 um 15:37 Uhr (Zitieren)
Zu filix‘ „Hypokoristikum“ möchte ich kurz anmerken, dass das englische „hypocorism“ sprachlich nicht eben geläufig ist. „Pet name“ ist häufiger anzutreffen. (To show affection for a person.) Linguisten sehen in dem Suffix „y bzw. ie“ die verbreitetste Form. Johnny. Berti Vogts.
Re: Auf der Flucht vor Eros
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 18.10.2024 um 17:46 Uhr (Zitieren)
Patrokle, danke für diese weiterführenden Hinweise! Darf ich nur ein kleines corrigendum beibringen: der Autor heißt Henisch, Georg
Gefunden habe ich ihn/sein Opus in der Wörterbuchliste des DWDS allerdings nicht, kannst Du mir auf die Sprünge helfen, bitte?
Re: Auf der Flucht vor Eros
filix schrieb am 18.10.2024 um 17:59 Uhr (Zitieren)
Anders als gelahrt, das erst seit Ende des 18. Jahrhundert ausschließlich spöttisch gebraucht wird, hat es Fackelchen in der Poesie schon im Barock schwer, wo es sich z.B. in folgender Parodie auf den Frauenpreis unter anderen mehr oder minder nützlichen Haushaltsgegenständen auftaucht:
Re: Auf der Flucht vor Eros
filix schrieb am 18.10.2024 um 18:00 Uhr (Zitieren)
-sich
Re: Auf der Flucht vor Eros
Patroklos schrieb am 18.10.2024 um 18:00 Uhr (Zitieren)
Als erstes dies bei DWDS:
fackelchen, n.
FACKELCHEN, n.
facula, fackelchin. Henisch 967. Dies ist schon mal gut.
Nun zu Wiki, Henisch, Titel, dann Google Books.
Re: Auf der Flucht vor Eros
Patroklos schrieb am 18.10.2024 um 18:40 Uhr (Zitieren)
Die Bildhaftigkeit von Fackelchen in formaler Hinsicht bleibt mir verschlossen. Fackel geht zurück auf facula, Flamme, torch war wohl ursprünglich das verdrehte Stroh zum reinigen, lat. torquere. Am Ende ist die Entflammung lediglich diejenige des Herzens. Ohne jede Länglichkeit. Aber ist der Zusammenhang nicht doch kaum ad usum delphini?
Re: Auf der Flucht vor Eros
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 18.10.2024 um 23:56 Uhr (Zitieren)