Γραικύλος schrieb am 03.08.2024 um 00:15 Uhr (Zitieren)
Ich behaupte nicht von mir, ein genialer Künstler zu sein. Auch habe ich mir kein Riesendenkmal in der Mitte der Stadt errichten und ebensowenig ein Porträt von mir auf eine 35 m hohe Leinwand malen lassen. Erst recht nicht habe ich meinen Lehrer in den Suizid getrieben oder gar meine Mutter ermordet. Ferner kann man von mir nicht behaupten, ich hätte einen jungen Mann geheiratet und ihn zu diesem Zweck operativ einer Frau annähern lassen. Und niemals hat man mir nachgesagt, ich hätte die größte Stadt der Welt in Brand gesetzt und dafür auch noch einer kleinen religiösen Sekte die Schuld gegeben.
Insofern darf ich von mir behaupten, ein relativ moderater, nicht zu Exzessen neigender und halbwegs erträglicher Mensch zu sein.
Aber nicht über mich wird man noch 2000 Jahre nach meinem Tode sagen können, daß ich weltberühmt bin.
KI-Antwort auf die Frage, warum Menschen berühmt sein wollen:
Ich glaube, auch das ist letztlich nur ein Relikt aus der Evolution: Man will sich hervorheben um an die Weibchen zu kommen, sich aufplustern wie der Pfau etc. um Eindruck zu machen.
Zudem meine ich, dass viele Ruhmsüchtige ein Ego-Problem haben.
Wer um jeden Preis glänzen will, hat m.E. dieses Problem, das ich als Profilitis bezeichnen würde.