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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Vater und Töchter (207 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.06.2024 um 13:37 Uhr (Zitieren)
Äsopische Fabel:
Vater und Töchter

Ein Vater hatte zwei Töchter; eine verheiratete er mit einem Gemüsebauern, die andere mit einem Töpfer. Nach einiger Zeit besuchte er die Bauersfrau und erkundigte sich, wie es ihr ginge und wie es um ihr Geschäft stünde. „Alles ist in Ordnung“, sagte sie, „nur um eines bitten wir die Götter: es möge starken Winterregen geben, damit das Gemüse bewässert würde.“
Bald darauf besuchte er die Töpfersfrau und fragte gleichfalls, wie es gehe. „Sonst fehlt’s ja an nichts“, antwortete sie, „und wir bitten nur um eines: daß das Wetter recht warm und sonnig bleibe, damit der Ton trockenen kann.“
Da sagte der Vater: „Wenn du gutes Wetter haben möchtest, deine Schwester aber Regen – mit welcher soll ich dann mitbeten? [ποτέρᾳ ὑμῶν συνεύξωμαι;]“

Wenn also zwei Leute einander widersprechende Dinge betreiben, ist es logisch, daß einer davon Schaden nimmt [Οὕτως οἱ ἐν ταὐτῷ ἀνομοίοις πράγμασιν ἐπιχειροῦντες εἰκότως περὶ τὰ ἑκάτερα πταίουσιν].

(Fabeln der Antike Hrsg. v. Harry C. Schnur. München 1978, S. 92-95)
Re: Vater und Töchter
Andreas schrieb am 28.06.2024 um 17:55 Uhr (Zitieren)
Wie unter Menschen auch können es die Götter nie allen recht machen.
Wie auch, wenn absolut Widersprüchliches gleichzeitig eintreten soll?
Drum hat man wohl u.a. die Flurprozessionen abgeschafft.
Sakramente gibt es aber immer noch, auf die der Gläubige vertrauen soll und die Fürbitten,
deren Wirkung wohl Wunschdenken ist und
Zufall, wenn der Effekt eintritt.

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrbittengebet
 
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