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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Ein Sprichwort des Hesychios #6 (301 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 17.06.2024 um 14:11 Uhr (Zitieren)
Ἀδώνιδος κῆποι. ἐν τοῖς Ἀδωνίοις εἴδωλα ἐξάγουσιν καὶ κήπους ἐπ‘ ὀστράκων καὶ παντοδαπὴν ὀπώραν, οἷον ἐκ μαράθρων καὶ θριδάκων παρασκευάζουσιν αὐτῷ τοὺς κήπους. καὶ γὰρ ἐν θριδακίναις αὐτὸν κατακλινθῆναι ὑπὸ Ἀφροδίτης φασίν.

[Vgl. Platon, Phaidros 276b]

(α 1231)
Re: Ein Sprichwort des Hesychios #6
Marcella schrieb am 18.06.2024 um 01:06 Uhr (Zitieren)
Das macht Deepl daraus:
Adonis Gardens. In the Adonites they made idols, and gardens of ossuaries, and a continual hoop, which they made of marathons and thyridaks for their gardens. And in the thridacinths it was cast down under the hand of Aphrodite Phaedo.
Re: Ein Sprichwort des Hesychios #6
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 18.06.2024 um 09:58 Uhr (Zitieren)
Vielleicht wirft das

2. Ἀδώνιδος κῆποι cuttings planted in pots for the Adonia, Pl.Phdr.276b, Thphr.HP6.7.3, cf. Theoc.15.113: prov., of any short-lived pleasure, Sch.Pl.l.c.
http://www.perseus.tufts.edu/hopper/morph?l=*%29%2Fadwnis&la=greek&can=*%29%2Fadwnis0&prior=kh=poi#lexicon

ein wenig mehr Licht auf das "Sprichwort".
Man sollte (mit Büchmann) wohl besser von 'geflügeltem Wort' sprechen.
Re: Ein Sprichwort des Hesychios #6
Marcella schrieb am 18.06.2024 um 12:09 Uhr (Zitieren)
Die "Brauchtumsseiten" zitieren aus "Das moderne Lexikon (Band 1) 1971
Lexikon der Bräuche und Feste 3. Auflage 2001 Die Geschichte des Adonis (Göttliche Kräfte)" zu dem angeblich aktuell immer noch praktizierten Brauch des Anlegens des "Adonisgärtlein":
Adonis - semit. adon (Herr)
Adonis war ein vorderasiatischer Mysteriengott, dessen Tod zur Frühlingszeit und Auferstehung alljährlich darstellend gefeiert werden.

Viele Riten zu seinem Tod haben sich im Mittelmeerraum noch gehalten, so auch die Adonisgärtlein.

In Tongefäßen oder flachen Tellern werden schnell wachsende Kräuter, oder auch Blumen gesät, welche dann zu Frühjahrsbeginn sprießen und blühen, aber dann wieder schnell verwelken.

Diese Gärtlein werden dann in einen Fluß geworfen. Sie symbolisieren Wachstum und Sterben des schönen Gottes, der jedes Jahr zur Frühlingszeit den Tod und Auferstehung darstellend durch den Kreislauf der Wiedergeburt gehen muß.

Der Brauch der Adonisgärtlein ähnelt dem der Tellerssat oder Lucienweizen. Bei der Tellersaat streut man Weizenkörner oder andere auf einen flachen Teller und begiesst diese dann mit Wasser. Das ganze stellt man nun am besten an einen warmen Ort

Re: Ein Sprichwort des Hesychios #6
Γραικύλος schrieb am 18.06.2024 um 15:25 Uhr (Zitieren)
Auf den ersten Blick tut DeepLearning etwas sehr Menschliches: es verwechselt μαράθρων mit Μαραθών.
Allerdings funktioniert das, glaube ich anders: Ein Mensch schaut nicht genau genug hin, während DeepLearning μαράθρων nicht kennt und dafür das nächstliegende Wort substituiert.
Re: Ein Sprichwort des Hesychios #6
Γραικύλος schrieb am 18.06.2024 um 15:26 Uhr (Zitieren)
Zum Adonis-Gärtlein vgl. hier:

https://www.albertmartin.de/altgriechisch/forum/?view=6266#1

Es steht nicht so, daß wir dieses Thema noch nicht gehabt hätten.
Re: Ein Sprichwort des Hesychios #6
Bukolos schrieb am 18.06.2024 um 19:40 Uhr (Zitieren)
Abgesehen von lexikalischen Fehlleistungen laufen freilich auch die syntaktischen Bezüge der generierten Übersetzung verschiedentlich am Text vorbei, was daran liegen mag, dass DeepL einen altgriechischen Text in das Gerüst neugriechischer Grammatik (die ja u. a. keinen Dativ kennt) zu pressen versucht.
 
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