Γραικύλος schrieb am 07.06.2024 um 15:21 Uhr (Zitieren)
Isidor von Sevilla, Etymologiae XIII 22, 1-4:
(Die Enzyklopädie des Isidor von Sevilla. Hrsg. v. Lenelotte Möller. Wiesbaden 2008, S. 512 f.)
(1) Der Sage nach war Ogygius der Gründer von Theben.
Re: Von Überschwemmungen
filix schrieb am 07.06.2024 um 23:02 Uhr (Zitieren)
Da Isidor ausschließlich drei geschichtsträchtige Flutkatastrophen behandelt, wirkt die Übersetzung durch Überschwemmung arg untertrieben, um nicht zu sagen skurril.
Re: Von Überschwemmungen
Γραικύλος schrieb am 07.06.2024 um 23:55 Uhr (Zitieren)
"Diluvium" - Isidors eigenen Wortwahl - meint aber doch das, oder?
Re: Von Überschwemmungen
Γραικύλος schrieb am 07.06.2024 um 23:55 Uhr (Zitieren)
eigenen --> eigene
Re: Von Überschwemmungen
filix schrieb am 08.06.2024 um 00:07 Uhr (Zitieren)
Wir haben nun einmal eine qualitative Differenz markierende Begriffe wie Flut und Sintflut für Katastrophen so großen Ausmaßes, daneben wirkt Überschwemmung merkwürdig. Entsprechend bietet Georges Überschwemmung, Wasserflut und Sintflut als Übersetzungsmöglichkeiten an. Es heißt also »Noah und die Sintflut: Was sagen Bohrkerne, Tropfsteine und Entdeckungen am Meeresgrund über Ablauf und Tempo einer vermeintlichen Mega-Überschwemmung aus?« (ZDF online).
Re: Von Überschwemmungen
Γραικύλος schrieb am 08.06.2024 um 00:27 Uhr (Zitieren)
Wohl wahr, aber für "Sintflut" geht mir der Plural nicht so leicht über die Lippen.
Klar, "Überschwemmung" ist für die drei großen Fälle, die Isidor beschreibt, zu schwach.
Re: Von Überschwemmungen
Γραικύλος schrieb am 08.06.2024 um 00:58 Uhr (Zitieren)
Daß man "Sintflut" in aller, aller Regel im Singular verwendet, hängt vermutlich damit zusammen, daß sich die - etymologisch falsche - Bedeutung "Sündflut" eingebürgert hat; und die ist ja nun singulär.
Re: Von Überschwemmungen
Marcella schrieb am 08.06.2024 um 10:33 Uhr (Zitieren)
Alle drei "Überschwemmungen" setzen jedenfalls interessanterweise ein Flach-Erden-Modell voraus, wobei obendrein die Erd-bzw. Territorialränder irgendwie eingedeicht sein müssen, um das Abflie0en des Wassers zu verhindern, sebst bei einem vergleichsweise so kleinen Gebiet wie Achaia.
Aber auch die gesamte Erde als Globus müsste - schwer vorstellbar - in der Sintflut 4000 Meter hoch geflutet werden, wenn einzig der Ararat trocken bleibt.
All diese Fragen erkühnt sich die evangelikale Organisation "Answers in Genesis" zu beantworten, die auch ein maßstabgetreues Modell der Arche zum Besichtigen in die Gegend gesetzt hat. - Woher kamen übrigens die Kängurus und Grizzlies, die ja ebenfalls auf der Arche überlebt haben müssen? - Aber bei Gott ist ja nichts unmöglich.
Re: Von Überschwemmungen
Γραικύλος schrieb am 08.06.2024 um 14:57 Uhr (Zitieren)
Man merkt, zu welcher Zeit dieser Mythos entstanden ist: im Glauben an eine flache Erde ohne Amerika und Aufstralien. Wobei ja schon etliche asiatische Tierarten sich sehr hätten sputen müssen, um rechtzeitig bei Noah einzutreffen, der sicher schon Mühe hatte, auf all die Schneckenarten zu warten.